Coopertest
Seinen Namen hat der Coopertest vom amerikanischen Sportmediziner Kenneth H. Cooper , der den Test für die US Air Force zur Überprüfung des körperlichen Leistungszustandes entwickelte.
Der Test selber ist einfach durchzuführen: Auf einer ebenen Strecke, idealerweise eine 400m-Rundbahn, laufen die Probanden für 12 Minuten so weit sie können. Anhand der zurückgelegten Strecke lässt sich eine Aussage über die Leistungsfähigkeit des Probanden ziehen. Der Test ist auch aufgrund seiner Entwicklungsgeschichte für größere Probandengruppen geeignet, die zeitgleich getestet werden können. In vielen Schulen, Vereinen verschiedenster Sportarten und im Militär wird der Coopertest immer noch als die Referenz für Ausdauerleistungsfähigkeit herangezogen.
Ganz klare Schwächen des Coopertests sind dabei aber die fehlende Reliabilität und die als kritisch zu betrachtende Validität. Beides Gütekriterien, die wissenschaftliche Untersuchungen vorweisen müssen, um als aussagekräftig zu gelten.
So lässt sich die Laufleistung beim Coopertest z.B. durch die Motivation des Läufers beeinflussen. Es macht einen Unterschied, ob der Proband 12 Minuten lang an seiner Dauerleistungsgrenze oder im gemütlichen Tempo läuft. Ebenso fällt es vielen Untrainierten Läufern schwer, das richtige Tempo zu finden, um die 12 Minuten überhaupt durchzulaufen.
Alles in allem ist vom Coopertest als aussagekräftigem Testverfahren zur Ausdauerleistung abzuraten!
Verlässlicher sind z.B. Laktatstufentests
