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Muskelkater

Auf ungewohnte Trainingsreize wie z.B. hohe Intensität oder neue Bewegungsamplituden reagiert der Körper häufig mit Muskelkater. Dabei tritt der Schmerz nicht sofort in der Belastung oder im direkten Anschluß auf, sondern erst mit einer zeitlichen Verzögerung von ein paar Stunden. Auslöser für den Schmerz sind kleinste Mikrorisse im Muskel, die durch die Belastung (Training) ausgelöst werden. Diese Risse füllen sich im Heilungsverlauf mit Flüssigkeit, was dann durch den erhöhten Druck die Schmerzrezeptoren anspricht und sich im spürbaren Muskelkater bemerkbar macht. Aus der Erfahrung heraus ist der Muskelkater in der Regel für ein bis drei Tage präsent und dabei am zweiten Tag am intensivsten.

Was tun bei Muskelkater?

Dehnungsübungen oder Massagen sind für den Heilungsverlauf des Muskels nicht förderlich, da sie das geschädigte Gewebe durch die Dehnung, bzw. Manipulation weiter auseinander ziehen und so die Heilung der Mikrorisse beeinträchtigen können. Leichtes Training sowie Wärmeanwendungen hingegen beeinflussen den Heilungsverlauf positiv.
Für die Trainingsanpassung der Muskulatur scheint der Muskelkater ein wichtiger Faktor zu sein, da das reparierte Gewebe deutlich belastbarer ist, als vor dem Training. Insofern zeigt sich eine muskuläre Anpassung auch hinsichtlich der (geringeren) Affinität zum Muskelkater beim Trainierten gegenüber dem Untrainierten.
Die immer noch weit verbreitete Meinung, Laktatanhäufung sei verantwortlich für den Muskelkater, ist zwischenzeitlich bereits wissenschaftlich widerlegt.
Siehe dazu auch die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin:

Literatur

BÖNING, D; Muskelkater; Dt Zeitschrift f Sportmed; 51 , Nr. 2 (2000); S. 63f
www.zeitschrift-sportmedizin.de/Inhalt/images/heft0200/int_0200.pdf


letztes update: 2010-11-10 13:31:01 von Markus | lock | Sitemap | sportpabst.de/Glossar/Muskelkater