Tapering
Als Tapering bezeichnet man die geplante Reduktion der Trainingsbelastung im Vorfeld eines Wettkampfs. Das Tapering soll dem Körper und dem Geist des Athleten Zeit geben, sich von den vorangehenden Trainingsbelastungen zu erholen und so zum definierten Zeitpunkt / Wettkampf hin die optimale Leistungsbereitschaft herzustellen. Im Wesentlichen gibt die Taperingphase dem Athleten Zeit, die angesammelte Ermüdung ("Fatigue") zu reduzieren und die physiologischen Anpassungen im Körper ablaufen zu lassen. Die Kunst einer guten Trainingsplanung besteht darin, die Balance zwischen leistungssteigerndem Tapering und einem leistungsmindernden Abtrainieren zu finden. Dauert das Tapering zu lange oder werden die Trainingsintensitäten zu stark reduziert, besteht die Gefahr der Leistungseinbuße zum Wettkampf hin, ist das Tapering zu kurz geplant, kommt der Körper nicht in die Phase der Leistungssteigerung hinein und hat noch eine zu große Ermüdung angehäuft. Als Kernpunkte für die Planung eines Tapering sollten daher die folgenden Punkte in Erwägung gezogen werden:
• Reduktion der Trainingsbelastung
• Beurteilung der angehäuften Müdigkeit (Fatigue) und der physiologischen Anpassungsprozesse
• Art des Tapers (linear, exponentiell oder stufenweise)
• Dauer der Taperingphase
• Ziele an die Performance / Leistung
Richtig eingesetzt und in der Wettkampf- oder Jahresplanung berücksichtigt, steigert ein Tapering die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeit des Athleten, Trainingsbelastungen zu widerstehen. Die Form des Tapering ist dabei abhängig von der Sportart, Leistungsniveau und -ziel des Athleten und dem Saisonplan des Athleten.
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