Fruehjahrs-Check fuer den Koerper
So wie jedes Jahr ist auch dieser Januar die Zeit der guten Vorsätze, der gescheiterten Vorsätze und die Zeit, in der sich die meisten Sportverletzungen im Freizeitsport ereignen.
Warum ist das so?
Warum im Januar die guten Vorsätze gefasst, bzw. zur Umsetzung gebracht werden, ist klar: Der immer wiederkehrende Jahreswechsel als Fixpunkt erleichtert es uns, konkrete Vorhaben anzugehen. Der Neustart beginnt mit dem neuen Jahr. Mehr als die Hälfte der Sportler, die den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, in Sachen Sport nach teilweise jahrelanger Pause wieder aktiv zu werden, ist bereits nach 6 Wochen in Ihrem Vorhaben gescheitert und hat den Transfer hin zu einem automatisiertem Training nicht realisieren können.
Die Gründe hierfür sind nicht nur fehlende Selbstdisziplin oder eine zu große Erwartungshaltung an die ersten vier Wochen des Trainings; rund ein Fünftel bis ein Viertel der "Neujahrs-Sportler" verletzt sich beim Training und scheidet nach der folgenden Trainingspause aus dem Vorhaben "sportlicher sein - gesünder leben" aus.
Risiken minimieren
Nahezu 80% der Freizeitsportler belasten sich 1.) zu einseitig in ihrem regelmässigen Training und 2.) zu intensiv in jeder Trainingseinheit.
Ich persönlich bin ein Fan und Anhänger von intensivem Training, um dem Körper die richtigen Trainingsreize zu geben, aus der Komfortzone herauszukommen. Das bedingt jedoch ebenso, daß auf eine hochintensive Einheit auch regenerative Inhalte und Intensitäten folgen.
Die Realität sieht doch eher so aus, daß in jeder Einheit in der roten Belastungszone trainiert wird und regenerative Maßnahmen wie Dehnung, REKOM-Training oder rein funktionelle Übungen fehlen. Genauso wenig werden die Übungen (im Krafttraining) oder Strecken (im Ausdauertraining) variiert, so daß der Körper den immer gleichen Beanspruchungen irgendwann gar nicht mehr mit einer Anpassungen antworten muss.
Der richtige Ablauf führt zum Erfolg
Wie also sollte der Start ins sportliche Training nach einer mehr oder weniger langen Winterpause aussehen?
Hier meine Tipps, um garantiert nicht gefrustet auf den nächsten Jahreswechsel zu hoffen:
• Grundlagen trainieren
Egal ob Ausdauer- oder Krafttraining: nach einer Trainingspause verliert der Körper an Leistungsfähigkeit. Also nicht nahtlos an die letzten Trainingseinheiten anknüpfen, sondern gezielt die Grundlagen trainieren. Also niedrig-intensive längere Ausdauereinheiten, bzw. nicht zu komplexe Übungen und Intensitäten im Kraftausdauerbereich für 2-4 Wochen (je nach Trainingshäufigkeit) zum Einstieg wählen
• Trainingsplan variieren
Nach der Grundlagenphase sollte der Trainingsplan auch wieder variiert werden, also höhere Intensitäten einbauen, die Übungen / Strecken variieren und in Abständen von 6-12 Wochen auch die Leistungsfähigkeit auf Veränderungen überprüfen. Dazu die Werte aus dem Eingangstest zu Jahresbeginn heranziehen.
So vorbereitet bringt Sie ihr Training auch wirklich ins neue Jahr - Ergebnisse garantiert!
Experten-Tipp:
Wer ganz genau wissen will, wo er steht, sollte sich eine Leistungsdiagnostik oder eine Funktionsdiagnostik gönnen. So wird der aktuelle Leistungsstand sichtbar, zudem helfen die konkreten Trainingsempfehlungen!
letztes update: 2011-01-20 11:59:28 von Markus |
lock | Sitemap | sportpabst.de/Kolumne/Fruehjahrs-Check_fuer_den_Koerper
